Die letzte Mitgliederversammlung war sehr interessant. Es wurde nicht nur ein Fanclubevent für den Mai in Görlitz geplant, auch ich sprach meinen Wunsch, ein Wochenende in Bremen zu verbringen, erneut an. Und die Mitglieder stimmten dafür!
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Optimistisch ging es zu meinem Spiel 77 nach Bremen mit der Hoffnung, dass die Kugeln an den richtigen Stellen fallen. Werder hatte seit 12 Jahren nicht mehr gegen den Sport-Club aus Freiburg verloren und seit anderthalb Jahren mal wieder zwei Spiele am Stück gewinnen können. Warum also nicht die Serie ausbauen, endlich Konstanz in die Leistungen bringen und im wichtigen „6-Punkte-Spiel“ gegen die Breisgauer Anschluss an die Europa-League-Plätze herstellen? Zudem hatte ich mir selbst wieder, nicht zuletzt durch das „beste Trainingslager aller Zeiten“ in Belek, eine Serie von 5 ungeschlagenen Spielen angesammelt. Gut, das sind keine 28, wie damals zwischen 1994-2007, aber immerhin!
Klaus-Dieter Fischer ist definitiv ein großzügiger, volksnaher und warmherziger Mensch und definitiv ein einzigartiger Präsident in der deutschen Fußball-Bundesliga!
Kaum aus Belek zurückgekehrt, gleich der nächste Werder-Termin. Der WFC ist der Einladung des WFC Mitteldeutschland gern nachgekommen und fand sich zum Sonntagmorgen im Sportkomplex Bildungszentrum Halle-Neustadt ein. Ein historischer Tag: Zum ersten Mal nahm unser WFC an einem Fußballturnier teil, auch wenn kräftig mit Kumpels und Verwandtschaft aus Görlitz und Leipzig aufgefüllt werden musste.
Der letzte Tag in Belek kam etwas bedeckt daher, wurde aber trotzdem genutzt, um noch einmal an der Beach Bar ein Buch zu lesen, bevor es am morgigen Samstag in aller Früh zurück Richtung Deutschland geht.
Beim Vormittagstraining lernten wir Hans-Günter Klemm kennen. Er ist seit 30 Jahren Werder-Verantwortlicher des Kicker-Magazins und erklärte uns die Schwierigkeit nach so langer Zeit und Beziehung zum Verein noch die Distanz zu wahren und trotzdem mit dieser Nähe nicht durch die grün-weiße Brille zu schreiben. Das Training war sonst wenig aufregend. Die gestern geschonten Spieler mussten auf dem Platz ran, alle zum Einsatz gekommenen drehten auf dem Golfplatz einige Runden in ihren Laufschuhen. Philipp Bargfrede, Kapitän (!) beim gestrigen Finalspiel, ist leider schon wieder abgereist, da er sich gestern im Spiel gegen Wolfsburg im Zweikampf mit „Holzfäller“ Kyrgiakos eine Knieverletzung zugezogen hat. Diese Information wurde nebenbei noch Herrn Klemm vom Kicker zugearbeitet und wenig später online veröffentlicht. Gern geschehen!
Meine morgendliche Laufrunde führte mich heute über den angrenzenden Golfplatz. Dabei kam mir ein freundlich grüßender Thomas Schaaf in seinem Caddy vom Trainingsplatz entgegen. Es ging dann bereits 13:00 Uhr mit dem Bus Richtung Kundur zu meinem mittlerweile 75. Werder-Spiel. Da fährt man bis in die Türkei, um sich dann das Spiel Bremen – Wolfsburg anzuschauen.
Nach einem leichten Frühstück hatte ich mir vorgenommen in das 3,5 km entfernte Belek zu joggen und mich dort mal umzusehen. Dafür wurde das Vormittagstraining geschwänzt. Sobald man von den luxuriösen Hotel-, Golf- und Fußballanlagen wegkommt, beginnt das verwahrloste und verwilderte Umland. Überall Müll und Baustellen, alles ist irgendwie halbfertig stehen gelassen worden. Belek an sich ist ein Basar- und Souvenir-Shop-Paradies für Touristen mit billigem Schmuck und gefälschten Marken. Es gibt eine Moschee, eine alte Stadtmauer, zwei Brunnen und einen historisch anmutenden Steinhügel. Das wars. Auf dem Rückweg lief ich noch am Mannschaftsbus und Trainingsplatz der gestern von Werder geschlagenen Truppe von Trabzonspor vorbei.
Nach meinem gestrigen Profi-Training bin ich heute gleich mal in den Mannschaftsbus eingestiegen. Nur ein Versehen oder doch ein Zeichen?
Nachdem mich Thomas Schaaf nicht ins Mannschaftstraining nominieren wollte, hatte ich ein Privattraining mit Reinhard Schnittker, Athletiktrainer von Werder ausgemacht und war auf eine Laufrunde nach dem Mannschaftstraining verabredet. Es wurde mein interessantester Abend als Werder-Fan, an dem ich mich für 1,5 Stunden wie ein Fußballprofi fühlen durfte.
Tag 2 in Belek wurde mit einem opulenten Frühstück gestartet, aber der Champagner um 08:30 Uhr abgelehnt. Morgen vielleicht…
Mitten in der Nacht in Sachsen aufgebrochen, waren wir noch vor den verschlafenen Bremern auf dem Flughafen. Sogar Sebastian Prödl musste ich an der Passkontrolle noch vordrängeln lassen. Dabei erfuhr ich, dass er über Weihnachten im Salzburger Land Skifahren war, wovon der Trainer aber nix wissen darf! Aufgereiht saßen dann die Profis mit ihren Gameboys am Abfluggate und spielten.
Der Wecker steht auf 02:40 Uhr, die Taschen sind gepackt. Es kann losgehen Richtung Werder-Trainingslager nach Belek (Türkei).
Bremen, 4°C, nasskalte Wetter und dazu noch die Gedanken bei der hochverdienten Niederlage in Frankfurt am gestrigen Tag. So machte ich mich auf den Weg zum Weserstadion zur Weihnachtsfeier der Fanclubs. Es sollte meine erste Weihnachtsfeier werden. Für Thomas war es bereits die Dritte, auch er scheute die anstrengende und nervenaufreibende Anfahrt durch Schnee und Eis nicht. Viele weiter entfernte Fanclubs sollten an diesem Tag nicht anreisen.
Wir starteten pünktlich vom Treffpunkt aus Richtung Wolfsburg. Die Fahrt hatte keine Besonderheiten und wir waren noch vor dem Reservierungstermin in Wolfsburg. Den Tammo als zusätzlichen Mitfahrer hatte mir Phil bereits angekündigt. Es handelte sich um eine Akquise vom kleinen Nils!
Nach dem etwas enttäuschenden und schneeverwehten Auftritt von Werder letzte Woche in Fürth, machte sich eine WFC-Delegation trotzdem zum Heimspiel gegen den einzig wahren Karnevalsverein, den 1.FSV Mainz 05, auf den Weg. Die Grün-Weißen Sachsen traten mit folgender Mannschaftsaufstellung in der Hansestadt an:
In ganz Deutschland brach am 27. Oktober das Schneechaos aus und sieben Grün-Weiße Sachsen verbrachten freiwillig sechs Stunden auf zugeschneiten Autobahnen und standen drei Stunden in der Kälte – was tut ein Fan nicht alles für Werder Bremen…
... könnte auch das Fazit zum Spiel sein. Jedoch sollte dem Begriff hier eine ganz andere Bedeutung zugeordnet werden. Aber der Reihe nach...
Der WFC hat sich heute an diesem wunderschönen Samstagnachmittag auf den Weg nach Ottendorf-Okrilla gemacht, um Sachsens erste Fußballgolfanlage zu testen.
Von folgenden Mitgliedern möchten wir uns verabschieden und uns für ihr Engagement bedanken:
Nico K.
Ronny P.